3. Türchen

 

 

Advent, Advent ein Lichtlein brennt...

 

Da ihr den Tag heute mit eure Familie genießen sollt, ohne groß etwas machen zu müssen gibt es heute zwei Geschichten.

 

Die Weihnachtsgeschichte Teil 1

Es war bereits 10 Uhr morgens, als mich ein Klopfen an der Tür weckte. Ich wusste, dass es keinen Sinn hatte, so zu tun als hätte ich es nicht gehört. So schlurfte ich also völlig verschlafen und mürrisch zur Tür und öffnete sie einen Spalt breit. Es war Wolf Link und sein Gesichtsausdruck machte deutlich, dass etwas nicht stimmte. „Guten Morgen!", grummelte ich vor mich hin. „Was gibt es, dass du mich aus meinem schönen warmen Bett holst?" Er wartete nicht lange, mogelte sich durch die Öffnung ins Haus und schaute mich prüfend an. „Was hat dieser ganze Unfug da draußen zu bedeuten? Kann man denn hier nicht ein einziges mal seine Ruhe haben?" Verdutzt schaute ich ihn an, ich hatte nicht die geringste Ahnung, wovon er da sprach. Er merkte ziemlich schnell, dass ich ihm nicht ganz folgen konnte und setzte erneut an. „Ein paar meiner Mitbewohner haben es sich zur Aufgabe gemacht, mich dauernd zu stören! Da du die Bürgermeisterin bist, ist es deine Aufgabe das zu unterbinden!" So kannte ich ihn gar nicht, sonst war er eher der ruhige Typ. Was auch immer es war, es machte ihn sichtlich wütend. „Jetzt beruhige dich erst mal.“,sagte ich und bot ihm an, sich zu setzen während ich mich anzog. Nach ein paar Minuten war ich soweit fertig, schnappte mir meinen Mantel vom Kleiderhaken und ging zur Tür. „Komm mit!“,forderte ich ihn auf und nachdem auch er draußen war zog ich die Tür fest hinter mir zu. Unterwegs versuchte ich, noch ein wenig mehr darüber zu erfahren, was los war, aber es dauerte nicht lange da sah ich es schon. Emilie, Tamara und Dorothea hatten offenbar großen Spaß daran, Schneebälle gegen seine Tür zu schmeißen. „Da siehst du es, das machen die drei schon seit zwei Stunden!“,sagte er. Ich konnte mir ein Kichern nicht verkneifen, das war also das Problem. „Du findest das auch noch witzig, was?“, grummelte er mich an. Ich wollte gerade etwas erwidern, da kam ein Schneeball direkt auf mich zugeflogen. „Getroffen!“,rief Dorothea und winkte mir kichernd zu. Das hier würde nicht leicht werden, das wusste ich, aber es war nur eine Schneeballschlacht, nichts Dramatisches also. „Lass uns zu ihnen gehen“,sagte ich und zog in sanft mit mir mit. Kaum waren wir vor seiner Tür angekommen, schimpfte er los, was den Dreien einfiele, ihn zu stören. „Ach komm schon, das ist nur Schnee!", sagte Tamara und schnipste ihm ein wenig davon ins Gesicht. „Pah",schnaufte er. „Lass mich einfach in Ruhe und macht das woanders, ich will meine Ruhe haben, mehr nicht!" Es war den Dreien sichtlich anzusehen, dass sie traurig waren, deshalb nahm ich sie beiseite, flüsterte ihnen etwas zu und schickte sie weg. „Na endlich!“,sagte er schließlich und verschwand dann im Haus, aber nicht ohne die Tür zuknallen zu lassen. „Nicht jeder mag die Weihnachtszeit, was?“, dachte ich mir und beschloss Melinda einen Besuch abzustatten. Auf den Weg zu Melinda schaute ich mir Rosewood etwas genauer an, überall war es weiß, die Teiche glitzerten und hier und da standen Kisten mit Baumschmuck und Lichterketten. Es schien so als hätte Melinda alle Hände voll zu tun. „Hey Melinda! Wie ich sehe scheinst du alles im Griff zu haben.", rief ich ihr zu.

Die Sterntaler

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